Hier gibt es ständig aktualisierte Infos zum Zustand der Hütten. Öffnungszeiten der bewarteten Häuser selbstverständlich ohne Gewähr.

Seit 2010 Jahr sind sämtliche Unterkünfte von mir mit Kaffeemaschinen („Moka“) ausgerüstet – der Kaffee wird entsprechend fortwährend nachgeliefert… abgesehen von Scaredi und In la Piana, dort ist der Besucherstrom einfach zu groß. Die meisten anderen Utensilien (Sägen, Töpfe, Pfannen, Becher, Wäscheklammern etc.) stammen ebenfalls von mir. Bitte schont diese Einrichtungsgegenstände, damit alle lange etwas davon haben, und auch, weil mir der Goldesel fehlt, um sie ständig zu ersetzen – ich bekomme dafür kein Geld, das ist alles ehrenamtliche Arbeit.

Der Park versorgt ein- bis zweimal im Jahr alle offiziellen Nationalparkshütten oberhalb der Baumgrenze per Helikopter mit Brennholz (namentlich Bocchetta di Campo, Scaredi, Colma, Ragozzale – nicht Mottac). Mangels finanzieller Mittel ist dies aber nicht garantiert. Bitte geht so oder so äußerst sparsam mit dem Holz um.

Unterhalb der Baumgrenze ist jeder selbst für einen ausreichenden Brennholzvorrat zuständig. Bitte auch hier die Öfen sparsam betreiben und stets verbrauchtes Holz nachfüllen. Es gilt das ungeschriebene, aber durchaus verbindliche Gesetz: immer (mindestens) soviel Holz sammeln, wie man selbst verbraucht! Wer bei Regen und Dunkelheit ankommt, ist mehr als froh, wenn er etwas trockenes Holz vorfindet. Vielen Dank auch im Namen der Nationalparksverwaltung!

Al Cedo (18.10.19)

vom CAI Vigezzo unterhaltenes, üblicherweise geschlossenes Haus; während der Sommersaison kann der Schlüssel bei der Sektionsverwaltung abgeholt werden (alle Infos siehe homepage); die Hütte ist erst vor wenigen Jahren komplett renoviert worden und äußerst komfortabel; derzeit nur sehr wenig Brennholz vorhanden, wer von All’Erta aufsteigt, packt am besten im Buchenwald etwas ein, und wer von oben kommt, versorgt sich rechtzeitig mit Lärchenästen

Bocchetta di Campo (11.10.19)

derzeit ausreichend Brennholz vorhanden; Wasser bei den Quellen in Richtung Pedum circa 90 Höhenmeter unterhalb der Hütte, diese sind sehr zuverlässig; die Hütte ist mittlerweile aufgrund ihrer zunehmenden Berühmtheit zu einer der am stärksten frequentierten im Val Grande geworden, in den Sommer- und Herbstmonaten immer wieder überfüllt – nur acht Plätze (im Aufenthaltsraum)

Bondolo (18.10.19)

neu gibt es nun einen Brunnen (der so gut wie nie läuft) und der Weg zur Alpe Moncucco wurde saniert – von den seit drei Jahren geplanten und dringend notwendigen Renovierungsarbeiten in der Hütte ist allerdings nach wie vor nichts zu sehen; Kamin qualmt vor sich hin, durchs Dach ziehts und regnets, die ganze Hütte ist ein Kühlschrank – alles andere als gemütlich

Buè (26.07.19)

winziges Hüttchen (maximal 4 Plätze!) in der Ruinenstadt von Buè; relativ neuer Holzofen, im Allgemeinen gut ausgerüstet, auch mit Solarlicht; Brunnen am großen Haus der Gruppo Escursionisti Valgrande nebenan; die Freunde vom GEV kümmern sich gut um die Hütte

Colma (02.10.19)

derzeit kein Brennholz vorhanden, Lieferung erfolgt voraussichtlich gegen Mitte Oktober; Klohäuschen wurde im Herbst 2018 renoviert (über die Wintermonate geschlossen), damit hat sich die hygienische Situation deutlich verbessert – es bleibt jedoch abzuwarten, wie das bei der im Herbst üblichen Wasserknappheit funktioniert; wenn der Brunnen nicht läuft, findet man meist ein kleines Rinnsal in der ersten Rinne Richtung Proman (ab Juni, vorher ist dort alles verschneit und man muss Schnee schmelzen); im Allgemeinen sehr gut besucht (Klassische Durchquerung), häufig sammelt sich Müll an

Cortechiuso (30.09.19)

nur wenig Brennholz vorhanden und vor Ort leider desaströse Sammelmöglichkeiten… wer aus Richtung Vou kommt, sollte unbedingt ein paar Buchenäste einpacken (300 Höhenmeter), und wer von Scaredi kommt, nimmt am besten ein paar Brocken von dort mit; der Kamin darf nicht benutzt werden (zieht nicht), dafür funktioniert der Ofen ganz gut (kontrollieren, ob das waagerechte Rohr vom Ruß befreit werden muss); Brunnen vor dem Haus wurde bereits für den Winter abgestellt, eine kleine Quelle circa 30 Höhenmeter hinter dem privaten Haus führt jedoch meist Wasser, und in der Rinne 70 Höhenmeter talwärts (auf dem Weg nach Vou) gibt es auch in trockeneren Zeiten stets Wasser; die Amici di Cortechiuso aus Finero kümmern sich gut um das Haus

Corte di Sopra (02.04.19)

diese Hütte hat leider den Charme eines Betonbunkers: feucht, kalt, dunkel – der Aufenthaltsraum lässt sich aber gut beheizen; es herrscht wegen der großen Feuchtigkeit ein latentes Schimmelproblem, daher ist alles intensiv gekalkt, was zur Folge hat, dass es von der Decke „schneit“; im Grunde ein gut ausgestattetes Bivacco (Holzherd, Gas, Wasser, Matratzen), doch es gibt gemütlichere Hütten

Curgei (28.08.19)

der Ofen hat seine besten Zeiten hinter sich und leckt an mehreren Stellen, tut aber nach wie vor seinen Dienst; wenn er gar nicht mehr zieht, muss sowohl das Rohr als auch (noch wichtiger) der Zug unter der Herdplatte gereinigt werden, dann brennt er ganz gut; Brunnen läuft üblicherweise sehr zuverlässig; mittlerweile recht gut frequentiert (naher Parkplatz) und daher leider oft in ziemlich verwahrlostem Zustand (Ende August lag überall Müll rum), auch wenn die Besitzer (Pro Loco Miazzina) sich rührend um das Haus kümmern

Fornà (30.07.18)

der Dorfverein von Falmenta kümmert sich gut um die Hütten, auch das nach dem Winter recht verdreckte zweite Haus wurde geputzt und bietet sich wieder als Schlafraum an; es gibt wenig Holz und schlechte Sammelmöglichkeiten (nur Erlensträucher)

Fulka (30.05.18)

wenn der Brunnen versiegt (vor allem im Sommer und Herbst), ist die nächste Wasserstelle weit entfernt (Vanzone oder Alpone); sonst alles bestens und sehr aufgeräumt; 2017 wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt, die das Häuschen deutlich aufgewertet haben

In la Piana (16.10.19)

alles einigermaßen OK, trotz der dauerhaft hohen Frequentierung; besonders in den Sommer- und Herbstmonaten stark besucht (Klassische Durchquerung – an sonnigen Wochenenden oft hoffnungslos überfüllt, über 50 Gäste sind keine Seltenheit – unter der Woche geht es aber)

Lidesh (29.05.18)

traditionell großes Wasserproblem (Brunnen läuft nicht immer (Wasch-, kein Trinkwasser – muss abgekocht werden – kommt aus einem großen Behälter, in dem das (Regen-)Wasser lange Zeit steht); das Rinnsal in der Rinne zehn Gehminuten in Richtung Torrione (bei der ersten Serpentine) tröpfelt manchmal etwas, meist ist es aber ausgetrocknet, besonders im Hochsommer und Herbst; wenn überhaupt nichts mehr fließt, kann man im Behälter zehn Meter über der Hütte Wasser schöpfen; ganz ordentliche Sammelmöglichkeiten für Brennholz; habe zahlreiches Inventar vorbei gebracht, doch die Töpfe sind schon wieder verschwunden, davon gibt es daher nicht viele

Mottac (15.10.19)

die Saison 2019 ist so gut wie vorbei und Mottac hat sie gut überstanden – ein herzliches Dankeschön an alle Wanderer, die dazu beigetragen haben, dass die Hütte sauber und aufgeräumt geblieben ist; seit 2012 ist Mottac von mir offiziell „adoptiert“, in all den Kleinigkeiten, die ihr in der Hütte findet (auch Stühle, Sessel, Sägen, Holzbock etc.), steckt eine Menge Schweiß und auch ein Batzen Geld, bitte geht sorgsam damit um; die beschädigte Zisterne bei der winzigen Quelle ist 2016 komplett saniert worden, das Wasserproblem ist damit deutlich entschärft

Ogliana

wurde im Winter 08/09 von einer Lawine vollständig zerstört, ein Wiederaufbau ist nicht geplant (Bilder hier)

Ompio (27.08.19)

bewartet, kein Selbstversorgerraum; von April bis Oktober an den Wochenenden, Osterferien und Juni bis Mitte September durchgehend geöffnet (wie immer ohne Gewähr und auch stark wetterabhängig; Infos hier); neu renoviert, ist sehr schön geworden, ohne dabei den alten Charme zu verlieren; übrigens: die Polenta ist wirklich fantastisch…

Orfalecchio (28.05.18)

reichlich Brennholz vorhanden, Ofen zieht aber nicht besonders gut; Licht wurde repariert (es funktioniert immer nur eine Glühbirne); grundsätzlich sammelt sich immer viel Müll an (Anglerstützpunkt…); Brunnen läuft häufig nicht (geringes Gefälle der Leitung, welche auch oft unterbrochen ist), aber zum Rio Val Grande ist es nicht weit

Parpinasca (14.09.19)

Infos zur bewarteten Hütte hier; die Küche ist gut, das Frühstück jedoch sehr „italienisch“, da sollte man selbst was zur Ergänzung mit dabei haben; seit 2014 existiert ein Selbstversorgerraum, der nur geöffnet ist, wenn die Pächter nicht anwesend sind: sechs (Matratzen-)Plätze, kleiner Ofen, Holz vorhanden, im Grunde ein echtes Bivacco mit allerdings nur wenigen Kochutensilien

Pian Cavallone (29.08.19)

im Mai und Oktober an den Wochenenden, durchgehend von Juni bis September geöffnet, gutes und reichhaltiges Essen (nur das Frühstück ist etwas spartanisch…), neu renovierte Schlafräume, kein Selbstversorgerraum, weitere Infos hier; das sogenannte „ricovero invernale“ bitte ganz vergessen: kein Wasser, extrem spartanisch und heruntergekommen (wird als Toilette benutzt), bis Curgei ist es weniger als eine halbe Stunde…

Pian di Boit (01.05.19)

neuer Ofen wurde installiert und Mauer saniert; der große Brunnen liegt im Sommer und Herbst manchmal trocken – Wassermangel herrscht dank der nahen Bäche aber nie; nach den Häusern entlang der Traversata Classica die am stärksten frequentierte Hütte im Park und dementsprechend häufig überfüllt mit einem großen Müllproblem

Pian Vadà (01.06.18)

geschlossen; Schlüssel muss bei der Parkverwaltung in Vogogna oder in der Baita in Pian Cavallo abgeholt werden, Reservierung zwingend erforderlich; Infos: 0324/87540; online-Reservierung über die Homepage des Parks möglich; eine zweite, immer zugängliche Hütte verfügt über drei Plätze, allerdings keine sonstige Infrastruktur; Brunnen vor der Tür oder Quelle ums Eck

Pozzolo (09.07.19)

der große, offene Kamin zieht weiterhin nicht, keine Chance – probiert es erst gar nicht, sonst wird aus der gemütlichen Stube eine Räucherkammer; sonst alles bestens

Prà (15.11.17)

bewartet, kein Selbstversorgerraum; nur an den Sommerwochenenden geöffnet; eine Reservierung wird empfohlen; Infos: 0323/53326

Ragozzale (14.10.19)

nach der Renovierung 2016 wieder ein ganz schmuckes Häuschen; ich habe etwas Kücheneinrichtung (Töpfe, Kaffeemaschine) und sonstige Utensilien (Beil) vorbeigebracht; Brennholz nur noch sehr wenig vorhanden; es bleiben zwei große Probleme: Wassermangel im Sommer/Herbst und viel Schafdreck rund um das Haus (aktuell hat es dort wieder einmal kein Wasser)

Rina (14.10.19)

derzeit viel Brennholz in der Hütte vorhanden (nur für Regentage, sonst bitte im nahen Wald selbst sammeln); ein nagelneuer Ofen wurde 2016 installiert; der Gartenschläfer ist wieder aktiv, daher am besten immer alle Lebensmittel in die Truhe legen (aufhängen bringt nichts, das Tier kann springen)

Scaredi (16.10.19)

Solaranlage wurde repariert, es gibt nun wieder Licht; Brunnen eher unzuverlässig, doch der nahe Bach trocknet nur sehr selten aus; Brennholzlieferung ist am 10. Oktober erfolgt; aktuell wird die lang ersehnte Toilette gebaut und die Hütte ist daher bis Ende Oktober nur eingeschränkt benutzbar (Wanderer finden jedoch Platz); von Mai bis Oktober meist hoffnungslos überfüllt – aber auch in den Randjahreszeiten sehr stark besucht (Klassische Durchquerung und naher Parkplatz bei Fondo li Gabbi!) – in Scaredi ist man so gut wie nie allein und es herrscht ein geradezu bizarres Chaos

Straolgio (11.10.19)

DERZEIT UNBENUTZBAR, da die Tür offen gelassen wurde und Ziegen die Hütte zerstört haben – DAS HAUS IST ABGESCHLOSSEN; auch der Vorplatz ist leider komplett mit Ziegendreck bedeckt; das große Gebäude steht exklusiv den offiziellen Nationalparkguides (also auch dem Verfasser dieser Zeilen) zur Verfügung

Val Gabbio (24.03.19)

MIT BETRETUNGSVERBOT BELEGT, die Hütte ist aufgrund einer Entscheidung des Corpo Forestale aus Sicherheitsgründen (sehr morsche Balken und schiefe Wände!) der Allgemeinheit nicht mehr zugänglich – es ist keine Renovierung geplant, die Hütte ist aufgegeben und wird demnächst einstürzen – einer der Balken ist komplett durch, lange kann es nicht mehr dauern

Vald

HÜTTE KOMPLETT ABGEBRANNT UND VOLLSTÄNDIG ZERSTÖRT, ein Wiederaufbau ist zwar geplant, der Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar

Velina (27.08.19)

vom in Velina-Baserga ansässigen Piero und den Amici delle Tre Veline unterhalten; alles tiptop, Licht, Gasherd, schöner großer Holzofen mit großer Brennkammer (Brennholz immer vorhanden, das Teil verwandelt die Hütte in Minuten in eine Sauna, insbesondere die Schlafplätze unterm Dach – zum Anfeuern die Ascheklappe geöffnet lassen und den Zughebel ganz hinein drücken), fließend Wasser im Haus; auf Wunsch warme Dusche; eine Übernachtung kostet 15 Euro inklusive Dusche, sonst 10 Euro; die Hütte befindet sich im privaten Anwesen unterhalb des Weges – dort ist aber wirklich jedermann willkommen; weitere Infos auf der Homepage

Vou (Uovo) (30.09.19)

der Küchenherd zieht ordentlich und wärmt perfekt; der offene Kamin qualmt aber ganz gerne vor sich hin, am besten funktioniert er bei geschlossener Türe (aber auch dann nicht komplett rauchfrei); der kleine Brunnen läuft aufgrund des schwachen Gefälles der Leitung nur selten – der nächste Bach ist jedoch gleich ums Eck; zum Brennholz sammeln muss man bereits weit absteigen, in näherer Umgebung gibt es nichts mehr, die Wälder sind ziemlich leergeräumt